Pfadfinder in Rugango

Die Pfadfinder der „Unité St. Fidèle“ in der Gemeinde Rugango haben in der Afrika-Hilfe-Stiftung und der Pfadfinderschaft Sankt Georg Stamm Vereinigte Ruhrhalbinsel einen sehr engagierten Partner in Deutschland.

Rückblick

Die Burgaltendorfer Pfadfinder unterstützten die Afrika-Hilfe-Stiftung bereits seit den späten 80er Jahren. Sie halfen bei zahlreichen Aktivitäten, die für die Ein-Mann-Organisation ansonsten nicht zu bewältigen gewesen wären. So wurden u. a. unzählige Tonnen Hilfsgüter und Kleidung zum Flughafen nach Frankfurt transportiert und gemeinsam Informations­veranstaltungen ausgerichtet.

Die Tradition dieser tatkräftigen Hilfe setzt sich bis heute fort.

Die Pfadfinder aus Rugango erhalten regelmäßige finanzielle Unter­stützung von ihren Essener Freunden. So wurden in gemeinsamer Absprache Fischteiche angelegt und eine Fisch- und Kaninchenzucht aufgebaut, die von den Jugendlichen betreut werden. Fisch und Fleisch tragen zur Ernährung der Pfadfinderfamilien bei und können darüber hinaus auf dem Markt verkauft werden.

2 Weihnachtsbäume = 1 Berufsausbildung

Jährlich in der Vorweihnachtszeit bieten die Burgaltendorfer Pfadfinder auf dem Kirchplatz „Herz Jesu“ Weihnachtsbäume zum Verkauf an. Ein Teil des Erlöses geht an die Afrika-Hilfe-Stiftung und von hier direkt an die befreun­deten Pfadfinder in Rugango.

Zusammen mit Pfarrer Abbé Jérome Mazinzo haben wir Familien ausge­wählt, die nicht in der Lage sind, ihren Kindern eine Berufs- oder gar eine weitere Schulausbildung zu ermöglichen.

2010

44 Jugendliche erhalten eine Berufs- oder Schulausbildung. Sie möchten Schweißer, Schneider, Maurer oder Tischler werden; (Kosten der Ausbildung, die i. d. R. 6 Monate dauert, 35 €).

7 Jugendliche haben die Prüfung für das „kleine Seminar“ bestanden. Fünf von ihnen besuchen diese Einrichtung, die in sechs Jahren zur Hochschulreife führen soll, bereits im zweiten Jahr; (Kosten pro Schüler und Jahr: ca. 240 €).

Da die Jungen und Mädchen aus sehr armen Verhältnissen stammen und schon früh für den Lebensunterhalt ihrer Familien mit sorgen mussten, war ihr Schulbesuch nicht sehr regelmäßig; manche haben kaum einmal die Grundschule besucht. Ihre Leistungen – vor allem jener in der weiterführenden Schule – sind daher umso bemerkenswerter.

Auch dieses Projekt wird von der Afrika-Hilfe-Stiftung eng begleitet. So werden uns z. B. regelmäßig die Zeugnisse der „kleinen Seminaristen“ vorgelegt.

2012

Nicht nur für die Pfadfinder, sondern für die gesamte Gemeinde Rugango ist die Unterstützung, die sie durch die Essen-Burgaltendorfer Pfadfinder erfahren, zu einem wichtigen Bestandteil der Jugendausbildung geworden. Allein 2012 ermöglichten wir 90 jungen Menschen aus bedürftigen Familien eine Schul- bzw. Berufsausbildung.

Die Jugendlichen berichten regelmäßig von ihren Fortschritten und senden uns sogar Kopien ihrer Zeugnisse.

2013

Beim diesjährigen Besuch von Johannes Küpperfahrenberg und Pastor Mirco Quint in Ruanda konnten die beiden den Pfadfindern in der Gemeinde Rugango ausrangierte Trikotsätze der Sportfreunde Niederwenigern mitbringen sowie einige Lederfußbälle, die sie von Jugendlichen aus Niederwenigern bekommen hatten.

Ein großer Wunsch der Pfadfinder ist, eine gemeinsame Kluft (Pfadfinderuniform) zu bekommen. Von den gut 80 Pfadfindern haben derzeit nur rund ein Dutzend eine Kluft. Und nur rund zwei Dutzend können sich ein Halstuch leisten. Mit großer Dankbarkeit für alles, was die Afrika-Hilfe-Stiftung für die Pfadfinder bereits getan hat, entschloss sich Syndio, einer der Pfadfinder, bei dem Treffen ganz spontan, Pastor Mirco Quint sein Halstuch zu schenken. Eine ganz besondere Geste der tiefen Dankbarkeit, denn vermutlich hat Syndio für sein Halstuch einige Jahre sparen müssen.

Pfarrer Abbé Jérome Mazinzo, mit dem wir seit Jahren sehr vertrauensvoll zusammen arbeiten, hat uns wieder neue Bewerberlisten vorgelegt. Des weiteren wünscht sich die Gemeinde Kühe, um die Bedürftigen mit Milch versorgen zu können sowie eine Schweißstation.

Insgesamt liegt der Finanzierungsbedarf für das laufende Jahr bei 13.000 €. Das können die Burgaltendorfer Pfadfinder bei weitem nicht stemmen. Wir freuen uns sehr, wenn wir Sponsoren für dieses Projekt gewinnen können; ein ortsansässiger Optiker ist schon dabei.

Zum Geist der Pfadis gehört es aber auch, nicht nur Hilfe zu nehmen, sondern auch zu geben. So haben in diesem Jahr alle (!) 161 Scouts von Rugango an einem gemeinnützigen Arbeitseinsatz in der Gemeinde und bei hilfsbedürftigen Mitbürgern teilgenommen. Die Afrika-Hilfe-Stiftung hat die Verpflegung finanziert.

2017

Beim diesjährigen Besuch von Johannes Küpperfahrenberg und Pastor Mirco Quint in Ruanda konnten die beiden den Pfadfindern in der Gemeinde Rugango ausrangierte Trikotsätze der Sportfreunde Niederwenigern mitbringen sowie einige Lederfußbälle, die sie von Jugendlichen aus Niederwenigern bekommen hatten.

Ein großer Wunsch der Pfadfinder ist, eine gemeinsame Kluft (Pfadfinderuniform) zu bekommen. Von den gut 80 Pfadfindern haben derzeit nur rund ein Dutzend eine Kluft. Und nur rund zwei Dutzend können sich ein Halstuch leisten. Mit großer Dankbarkeit für alles, was die Afrika-Hilfe-Stiftung für die Pfadfinder bereits getan hat, entschloss sich Syndio, einer der Pfadfinder, bei dem Treffen ganz spontan, Pastor Mirco Quint sein Halstuch zu schenken. Eine ganz besondere Geste der tiefen Dankbarkeit, denn vermutlich hat Syndio für sein Halstuch einige Jahre sparen müssen.

2018

Seit unserem letzten Besuch im März 2017 ist wieder einiges geschehen. Der Raum der Pfadfinder konnte renoviert werden. Allen Pfadfindern konnte ein Halstuch, das gemeinsame „Erkennungszeichen“, überreicht werden. Es handelt sich „nur“ um ein Halstuch, doch wir merkten bei unserem Besuch, wie sehr dieses Halstuch die Gemeinschaft vor Ort stärkt. Die Pfadfinder sind eine Gruppe, in der soziale Unterscheide keine negativen Auswirkungen haben. Eher im Gegenteil: Die Kinder und Jugendlichen unterstützen sich bei der Bewältigung der täglichen Lebensherausforderungen.

Vor wenigen Jahren ist in Ruanda der Startschuss zum Wechsel der Nationalsprache gefallen – von französisch zu englisch. Pech für all diejenigen, die ihre Schullaufbahn bereits abgeschlossen haben. Daher bitten uns die Pfadfinder, auch weiterhin die Teilnahme an einem Englischunterricht ermöglicht zu bekommen. Eine Investition in die Bildung der jungen Menschen, die sich langfristig lohnt.

Außerdem werden wir um finanzielle Unterstützung gebeten, um einen Motorrad-Führerschein zu erwerben. Die etwa 15 Kilometer Entfernung bis in die Stadt Butare sind dann leichter zu bewältigen – einen Job in der Stadt zu finden ist wesentlich einfacher als bei ihnen auf dem Land.

Ein weiterer Wunsch der Pfadfinder: Unterstützung für den Bau eines zweiten Ofens, mit dem Ziegelsteine gebrannt werden können. Lehm als notwendiger Rohstoff liegt auf einem Til ihres Grundstücks und müsste lediglich abgetragen und geformt werden.

Sprachkurs, Führerschein, Brennofen: Das alles sind bezahlbare Wünsche, jedoch müssen wir auch dafür natürlich Spender finden. Die Förderung der Gemeinschaft über die sozialen Schichten hinweg ist dagegen unbezahlbar.

2020/ 2021

Die Pandemie stellt uns natürlich auch in diesem Projekt vor große Herausforderungen. Unser jährlicher Besuch der Projekte in Ruanda (März 2020) musste schon nach wenigen Tagen abgebrochen werden – die Flughäfen wurden geschlossen, Ausgangssperren verhängt etc. Unser Vorstandsvorsitzender Jo Küpperfahrenberg, der erstmalig durch Pfarrer Andreas Lamm (Foto links) begleitet wurde, schafften es gerade noch so, überstürzt nach Deutschland zurückzufliegen.

Die Pfadfinderlager, die wir normalerweise unterstützen, konnten natürlich in dieser Zeit nicht durchgeführt werden. (Das Foto zeigt ein gemeinsames Treffen mit Jo Küpperfahrenberg in 2018.) Auch lag unser Augenmerk während der Pandemie eher auf den aktuell noch drängenderen Problemen etwa der lebensnotwendigen Verteilung von Lebensmitteln und Hygieneartikeln.

Mittlerweile sind wir soweit, dass wir vorsichtig die nächste Reise nach Ruanda ins Auge fassen können, um uns wieder persönlich vom Fortgang unserer Projekte vor Ort ein Bild zu machen. Geplant ist ein Besuch im Spätsommer – wir halten Sie natürlich auf dem Laufenden.

2024

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Die Pfadfinder in Rugango werden aber nicht nur von den Burgaltendorfer Pfadfindern unterstützt, sondern helfen auch selbst. Durch ihre regelmäßigen Treffen in den Gruppenstunden erlernen sie soziale Kompetenz über die eigene Familie hinaus, die in Ruanda nicht üblich ist. Die Pfadfinder in Rugango haben es sich zur Aufgabe gemacht, auch die Ärmsten der Armen nicht aus den Augen zu verlieren. So nutzen sie ihre Winter- und Sommerlager nicht nur, um Spaß zu haben, sondern auch, um ein Haus aus Lehmsteinen für wirklich Arme zu bauen. Die Afrika-Hilfe-Stiftung fördert diese Pfadfinderlager.

Die Pfadfinder in Rugango verbreiten eine Riesenfreude und sind eine starke Gemeinschaft. Sie prägen ihre Dorfgemeinschaft sehr positiv.

Bitte unterstützen Sie unsere Arbeit. Jede Hilfe ist uns willkommen und erreicht, da wir den Spenden keine Nebenkosten entnehmen, in voller Höhe die Projekte und Menschen, die wir in Ruanda unterstützen.